So weit die Füße tragen oder jeder Weg hat mal ein Ende…

22.07.2016 / Alpenüberquerung Etappe 3-4

Die Ruhe vor dem Sturm hatten wir sprichwörtlich hinter uns gelassen. Und so ging es am 3. Tag um 7 Uhr hoch hinaus. Zuerst zur Memminger Hütte auf 2.242m und dann zum höchsten Tagespunkt, der Seescharte auf 2.599m. Die Wettervorhersage war eigentlich recht gut, über 30 Grad und Sonnenschein, aber dann mitten im Aufstieg fing es zuregnen an. Na ja, man kann wohl nicht immer „on the brideside of life“ sein ;-). Zum Glück hat es kurz nach der Memminger Hütte wieder aufgehört und so konnten wir die letzten Höhenmeter zwar mit viel Wind aber im Trockenen zurücklegen. Vorbei am unteren und oberen Seewisee gelangten wir recht schnell zum Übergang ins Inntal, der Seescharte, zwischen Seeschartenkopf und -spitze. Mit ein bisschen Kraxelei hatten wir einen wundervollen Blick über die österreichischen Alpen! Nach der Seescharte ging es nur noch bergab und dieser Weg schien schier endlos und nie enden zu wollen. Schließlich mussten wir über 1.800 HM nach Zams zurücklegen. Auch wenn die Füße und die Knien schmerzten, trugen sie uns doch bis zu unserer Unterkunft, wo wir nur noch ins Bett fielen.


Frisch gestärkt und etwas erholt, ging es heute morgen mit der Venetbahn (ja manchmal muss man etwas schummeln 🙂 ) hoch von Zams zum Krahberg (2.208m). Von hier aus sind wir auf den Venet oder auch Glander Spitze genannt gewandert – 2.512m. Schon auf dem Weg dorthin, von der Sonne geküsst, hatten wir eine fantastische Panoramasicht über die Bergwelt. Nach dem 1. Gipfelkreuz ging es rasch weiter zum 2. Gipfelkreuz des heutigen Tages, dem Kreuzjoch auf 2.464m. Dabei hatten wir stets sehr guten Blick auf die Öztaler Alpen, das Pitz- und Kaunertal, die Lechtaler Alpen und rückblickend auch auf unseren gestrigen Abstieg von der Seescharte. Ab dem Kreuzjoch ging es dann „lemmingartig“ hinab Richtung Wenns. Lemmingartig, weil sich all die E5-Wanderer wie die Lemminge den Weg entlang schickten 🙂 Von Wenns griffen wir wieder auf die ÖVis, um den langen Weg bis nach Mittelberg schnell zurückzulegen. Von Mittelberg steuerten wir heute nur noch unsere Unterkunft, die Taschach-Alm (sehr zu empfehlen!!! :-)) an. Hier lassen wir es uns in sehr entspannter Weise für heute gut gehen und bereiten uns schon mal auf die nächsten Tage vor!

 

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