Ein Gipfel, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen!

Das Wochenende ist da und die Berge rufen. Zeit, um neue Abenteuer zu erleben und neue Gegenden zu erkunden. Unser Ziel: der Gamskarkogel mit Übernachtung auf der Gamskarkogelhütte, 2.467 m.

Der Gamskarkogel ist mit 2.467 m der höchste Grasberg Europas, die sich direkt auf dem Gipfel gebaute Gamskarkogelhütte ist eine der ältesten, errichteten Schutzhütten. Die Aussicht atemberaubend, ein 360° Blick zu den Eisriesen im Nationalpark Hohe Tauern, zum Steinerne Meer, zum Dachstein bis in den Salzburger Lungau hinein. Der Gamskarkogel gehört zur Ankogelgruppe und befindet sich in der Nähe von Bad Hofgastein / Österreich.

Gestartet sind wir am Annencafé. Die erste Etappe führt über einen Forstweg hoch zur Rastötzenalm, dabei kann man aber immer wieder auf ein paar wunderbaren Steigen durch den Wald abkürzen. Eine dieser Abkürzungen führt uns am Gräfinsitz vorbei, einem Aussichtspunkt, den schon die Gemahlin von Erzherzog Johann zu schätzen wusste. Nach ca. 1 3/4 Stunden haben wir dann die Rastötzenalm auf 1.740 m erreicht. Hier lohnt sich eine erste kleine Rast zur Stärkung.

Ab hier geht es über üppige und schöne Südhänge stetig bergauf. Schon auf dem Weg nach oben Richtung Schmalzscharte ist der Ausblick Richtung Hohe Tauern beeindruckend. Ganz weit in der Ferne kann man sogar den Großglocker und mit viel Fantasie den Großvenediger erkennen. Hier und da haben wir Innegehalten, gerastet und die Welt um uns vergessen und wurden dabei von aufmerksamen Gämsen beobachtet.

Oben auf der Schmalzscharte auf 2.159 m angekommen, eröffnet sich uns nun auch der Blick Richtung Dachstein-Region und das Kaisergebirge. Zur Gamskarkogelhütte und dem Gipfel sind es nun noch gute 1 1/2 Stunden. Auf dem wunderbaren Höhenweg dahin überschreiten wir aber erst noch den Frauenkogel. Der Frauenkogel auf 2.424 m bietet bereits schon einen 360° Alpen-Rundumblick und ein wunderschönes Gipfelkreuz, an dem man gern das Gipfelglück genießt.

Nach einer kurzen Regenerations-Pause nehmen wir das letzte Stück Aufstieg in Angriff. Aber zuerst geht es (gemeinerweise) erst einmal wieder bergab, bevor es in einem letzten steilen Stück das Tagesziel erreicht haben: den Gamskarkogel und die Gamskarkogelhütte auf 2.467 m.

Die Hütte liegt einfach traumhaft, von hier aus kann man sowohl der Sonne im Westen beim Untergang zu schauen, sowie im Osten beim Aufgang. Und der Wettergott war auch auf unserer Seite, denn wir konnten wirklich beides erleben. Eben der perfekte Platz, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen.

Die Hütte wird gerade renoviert, was unserem Aufenthalt aber keinen Abbruch tat. Dafür war der Wirt umso herzlicher. Der Hüttenabend war unvergesslich. Neben leckerem Gösser-Bier, einer deftigen Linsensuppe und ausreichend Gelegenheit zum Schnapseln hatten wir gute Unterhaltung und nette Gesellschaft. Dabei konnten wir von der Terrasse auszuschauen, wie Sonne langsam unterging und uns ein malerisches Bild nach dem anderen lieferte.

Nachtruhe war offiziell erst gegen 24 Uhr, wir haben unser Lager aber dennoch schon gegen halb elf aufgesucht, denn der nächste Morgen sollte schon um 4:45 Uhr beginnen. Denn wenn sich einem endlich mal die (Wetter-) Gelegenheit bietet, die Sonne vom Gipfel aus aufgehen zusehen, ohne dass man noch weit wandern muss. Also aufgestanden und rausgegangen und gestaunt!

Der Sonnenaufgang war einfach wunderbar. Um 6:30 Uhr gab’s dann zum Glück auch schon Frühstück. Ausreichend gestärkt, haben wir dann um kurz nach Sieben den Abstieg angetreten.

Beim Abstieg haben wir bei der Rauchkogel Scharte, 2.205 m, noch einen Abstecher auf den Rauchkogel auf 2.208 m gemacht. Um 8 Uhr am Gipfelkreuz rasten und ruhen und dabei keiner Menschenseele begegnen, ist einfach nur wunderschön. Nach knapp 2 h sind wir wieder bei der Rastötzenalm angekommen und gehen über den Fortsweg (auf dem wir schon gestern aufgestiegen sind) wieder Richtung Parkplatz.

Mein Fazit: Eine wunderbare Wochenend-Tour, die gleich mehrere Highlights bietet: 360° Rundumblick, Sonnenuntergang, Sonnenaufgang und einen total sympathischen, dem Schnaps etwas zugetanen Hüttenwirt 😉

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