Nord-Portugal – ein Roadtrip der besonderen Art

Dieses Jahr wollte ich endlich mal wieder ein neues Land erkunden und so ist die Idee von der Rundreise in Nord-Portugal entstanden. Zusammen mit meiner Schwester ging es von München nach Porto, von Porto nach Viana do Castelo an die Costa Verde, weiter nach Gêres in den Nationalpark, runter ins Douro-Tal und zurück nach Porto – und das mit den öffentlichen Nahverkehr Portugals. Allein das war schon ein Abenteuer für sich, aber dazu später mehr …

Tag 1 | Porto

Los ging es wie gesagt in Porto, DIE Stadt des Portweins, gelegen am Douro-River. Die Stadt ist sehr schön mit ihren alten verzierten Gebäuden und sie ist auch die Geburtsstätte von Harry Potter. In der ganzen Stadt sieht man Elemente des Films und ganz besonders hat es J.K.Rowling der Lello Bookstore angetan.

Weiter ging es zu Fuß durch die Stadt bis zum Igreja dos Clérigos, wo wir die Stufen in den Turm erklommen haben, um einen Rund-um-Blick über die Stadt zu erhalten.

Weiter ging es durch die Straßen Portos, vorbei an zahlreichen Kirchen und wunderschön verzierten Gebäudefassaden. Die Stadt ist sehr bunt, aber auch sehr laut. An jeder Ecke gibt es eine Baustelle und die Portugiesen, na ja, die Leisesten unter uns sind sie auch nicht 😉

Am ersten Tag stand dann nur noch eine Fahrt mit einer der alten Tram-Bahnen an. Wir nahmen die, die uns Richtung Atlantik brachte (wir waren immer noch in den Douro-Ausläufen, aber es hat sich schon sehr nach Meeresbrise angefühlt ;-)). Kurz den Wind um die Nase wehen lassen und schon ging es wieder zurück ins Zentrum, um den Tag mit lecker Essen und natürlich einem ersten von vielen Portweinen ausklingen zu lassen.

Tag 2 | Porto

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Kulinarik. Wir haben uns die Hotspot’s Portos ausgesucht und den ganzen Tag geschlemmt und den guten Portwein verköstigt. Besondere Highlights waren:

  • Capela das Almas – wunderschöne Fließenmalerei
  • Fabrica de nata – die besten Pasteis de natas in Porto
  • Cafe Majestic – eins der alten Kaffeehäuser
  • Sao Bento – ein wunderbar bemalter Bahnhof mit vielen historischen Relikten
  • Ponte Louis – die Brücke, die man „oben“ oder „unten“ begehen kann

Im Portwein-Viertel angekommen, war uns klar, dass wir uns auch eine Portweinkellerei-Führung nicht nehmen lassen wollten. Und so sind wir durch die Straßen gelaufen und haben die kleine, private Portwein-Kellerei Quinta dos Corvos besichtigt und viel über die Portwein-Herstellung und die Unterschiede der einzelnen Sorten gelernt.

 

Tag 3 | auf nach Viana do Castelo

Nach 2 Tagen Porto war es endlich Zeit, in unseren „Roadtrip“ aufzubrechen. Aber wir stiegen nicht einfach ins Auto und fuhren los, nein, dank verschiedener (un-)glücklicher Umstände haben wir den öffentlichen Nahverkehr für uns entdeckt. Und so führte uns die erste Zugreise nach Viana do Castelo, an die Costa Verde.

Am Bahnhof angekommen, sind wir ein bisschen durch die Stadt gebummelt und haben uns auf den Weg zur Santuário de Santa Luzia gemacht. Als wir die Kirche (auf dem Santa Luzia Berg) mit dem Elevator erreicht hatten, erhielten wir einen fantastischen Blick über die Stadt und den Atlantischen Ozean. Diese Aussicht krönten wir mit einem Porto Tonic, dem neuesten In-Getränk mit Portwein drin 😉

Der Abstieg erfolgte auf einer sehr langen Treppe durch einen wunderbaren Wald. Zurück in der Stadt sind wir noch durch viele kleinen Gassen gelaufen und waren weiter auf Entdeckungstour.

Tag 4 | Costa Verde – Atlantischer Ozean

Am nächsten Tag stand Entspannen an der Küste Portugals auf dem Programm. Das Rauschen der Wellen, die Schreie der Möwen, die raue Beschaffenheit der Küste – ein wunderbare Ort, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

Tag 5 + 6 | Von der Costa Verde in den Nationalpark Peneda-Gêres

Nach dem Ausruhen kommt die Fortbewegung: und so sind wir von Viana do Castelo mit dem Bus nach Braga und von dort weiter nach Gêres. Der kleine Ort Gêres liegt in mitten des gleichnamigen Nationalpark Peneda-Gêres. Am Tag unserer Ankunft sind wir einfach mal die Straße von Gêres Richtung Leonte gelaufen, einfach weiter. Und wäre es nicht schon später Nachmittag und wären wir einfach weitergelaufen, wären wir doch tatsächlich in Spanien gelandet.

Am zweiten Tag im Nationalpark sind wir den Trilho dos Currais gegangen, einen der zahlreichen Wanderwege in Peneda-Gêres. Da wir zum Glück außerhalb der Saison waren, hatten wir den Wanderweg größtenteils für uns alleine und konnten die wunderbare portugiesische Natur genießen.

Tag 7 + 8 | Douro Valley

Nun ging es für uns mit Bus, Bahn und Taxi zu einem abgelegenen, aber wunderschönen Ort im Douro Valley: die Quinta de Cabanas. Die Unterkunft, die hoch über dem Douro Fluß ragt und einen großartigen Blick auf das Douro Tal bietet. Und eine Unterkunft mit einem sehr herzlichen Besitzer, der uns nicht nur eine Fahrgelegenheit anbot, sondern uns auch den besten Stockfisch und den besten Vino Verde serviert hat, so das man alles andere um sich herum vergessen konnte.

Nach einer stürmischen Nacht haben wir noch ein wenig die Gegend erkundet, bevor wir am Nachmittag wieder Richtung Porto aufgebrochen sind. Doch davor hatten wir noch mal die Gelegenheit, die portugiesische Gastfreundschaft und Küche zu erleben.


8 Tage Nord-Portugal waren für uns …

… 8 Tage laute, aber sehr herzliche Portugiesen.

… 8 Tage fantastisches Essen und bessere Drinks.

… 8 Tage wunderschöne Gebäude, großartige Wandmalereien und zauberhafte Landschaften.

… 8 Tage Bus, Bahn, Tram, Taxi, Auto.

& 8 Tage Erholung der Seele und Erweiterung des Geistes!

 

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